Was tut man, wenn sich um kurz vor Mitternacht das allwochenendliche Hungergefühl ankündigt, man sich nicht auf den Berg anstehender Arbeit konzentrieren kann, einem stinklangweilig ist und jegliche mögliche Kontakte abwesend sind? Man platziert ein Nachtmahl im Ofen und legt sich nichtsahnend aufs Sofa, um sich während der Wartezeit beflimmern zu lassen.
Das einzige Problem war dann jedoch das unterirdische Niveau des gestrigen Abends. Durchschnittlich schlechte Spielfilme, noch schlechtere Talkshows und als Krönung des schlechten Geschmacks der Eurovision Song Contest. Gewohnt selbstdestruktiv fiel dann die Entscheidung, die finalen Punktvergabe des diesjährig in Belgrad stattfindenden Geschmacklosigkeitswettbewerbs zu verfolgen. Abgesehen von der Tatsache, dass in den osteuropäischen Ländern eine sehr überraschende Russlandfreundlichkeit vorzuherrschen schien und Deutschland – dieses Jahr meiner Meinung nach durchaus zurecht – auf einem der letzten Plätze landete, kam lediglich die Frage auf, warum halb Europa diesen musikalisch mehr oder weniger unumstritten schlechten Wettbewerb verfolgt, bei dem so oder so zu 90% länderspezifische Vorurteile entscheiden. Liegt es an der Tradition des Wettbewerbs oder lediglich an dem inadäquaten Medienhype? Ich weiß es nicht.
[...] Deutschland hat gewonnen!!!11 Ich bin so unglaublich glücklich!!!1111einseinself No, srsly. Wie sonst auch habe ich mir gestern Abend die Punktvergabe des Eurovision Song Contest angesehen. Ich gönne es [...]